Vater vermisst

Politik | JULIA ORTNER | aus FALTER 40/01 vom 03.10.2001

AFFÄRE. Bülent Öztoplu, Echo-Chef, sitzt noch immer in Auslieferungshaft. Obwohl die Umstände seiner Verhaftung immer merkwürdiger erscheinen. 

Echo im Ausnahmezustand". "Schlag gegen Echo!" Ein schwarz gerahmtes Foto von Bülent Öztoplu inmitten seiner jungen Vereinsmitarbeiter. Dutzende Solidaritätsmails von NGOs und Kollegen aus der Integrationsszene für den angesehenen Sozialarbeiter: Die Echo-Homepage steht seit 12. September ganz im Zeichen der Verhaftung von Öztoplu (Falter 38/01). Er steht laut Polizei-Presseaussendung im Verdacht, vor 17 Jahren einen Polizisten in Mannheim schwer verletzt zu haben. Die deutschen Behörden ermitteln in Richtung "versuchter Totschlag".

  Seit August wird der türkische Staatsbürger Öztoplu wegen dieser Tat vom Amtsgericht Mannheim per Haftbefehl gesucht. Einer Tat, die bereits 17 Jahre zurückliegt. "Durch Zufall" habe man in Deutschland den Aufenthaltsort Öztoplus erfahren. Ein merkwürdiger Zufall: Denn Öztoplu ist Österreichs Polizei


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