SYMPOSIUM: Kunst & Krieg

Kultur | aus FALTER 40/01 vom 03.10.2001

Die Akademie der bildenden Künste veranstaltet gemeinsam mit der Forschergruppe "Kultur und Strategie" am 6. und 7.10. das Symposium "Kunst & Krieg. Strategien der Repräsentation", in dessen Rahmen der Belgrader Kunsthistoriker Branko Dimitrijevic´ (siehe Interview) am 7.10. (12 Uhr) zwei Videoprogramme der serbischen Künstlergruppe FIA präsentiert. Davor wird der Godard-Film "Les Carabiniers" (1963) gezeigt, der vom Philosophen und Akademierektor Boris Groys kommentiert wird (10.30 Uhr). "So wie Godard bei den Soldaten dieselbe Lust auf Bilder erkennt, die sein eigenes Filmschaffen regiert, so thematisieren russische und serbische Filmemacher, deren Filme gezeigt werden, die Lust an jener Schockwirkung, die Krieg und Kunst verbindet", schreibt Groys über die im Symposium thematisierte Familienähnlichkeit.

  Der Designtheoretiker Bazon Brock denkt am 6. 10., 11 Uhr, über die beiden großen K nach. Sein etwas kryptischer Vortragstitel "Verkörperung als Inkarnation und als symbolische Repräsentation". Generell behalten sich die Teilnehmer vor, auf aktuelle Geschehnisse einzugehen; ob der Medientheoretiker Norbert Bolz das Thema seines Vortrags "Warum es keine Kriege mehr gibt" (6.10., 12 Uhr) noch ändern wird, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Tatsache ist, dass die belgische Hegemoniespezialistin Chantal Mouffe, im Frühjahr zu Gast bei der Documenta-11-Plattform in Wien, einen Vortrag über "The Stakes of the Political" halten wird (6.10., 14 Uhr). Einen weiteren Höhepunkt stellt die Vorführung von Guy Debords Film "In girum imus nocte" dar, der am Sonntag um 16.30 Uhr durch den Hamburger Debord-Spezialisten Roberto Ohrt präsentiert wird.

Am 6. und 7.10., jeweils ab 10.30 Uhr, im Semperdepot (6., Lehárgasse 8). Information: Tel. 588 16-266. Eintritt frei.


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