Zwischen Punk und Bierkrug

MATTHIAS DUSINI | Kultur | aus FALTER 40/01 vom 03.10.2001

KUNST. Das Leopold Museum öffnete die Pforten des neuen Gebäudes im MuseumsQuartier. Dabei erweist sich ein großer Teil der österreichischen Malerei als anti-modern. 

Das Logo des Leopold Museums stammt von einer Tuschezeichnung Egon Schieles aus dem Jahr 1910; sie zeigt drei schwarze Männchen. Die Zeichnung ist klein und doch unverkennbar Schiele. Stilisierte Körperformen, dürre, leicht verrenkte Gliedmaßen, so zweifelsfrei identifizierbar wie die gerahmte Signatur seiner Bilder. Und Schiele, so suggeriert das Museumslogo, ist unverkennbar Leopold.

  Nach dem Krieg, und dreißig Jahre nach Schieles Tod, begann Rudolf Leopold Schiele zu sammeln, der damals international ein Unbekannter war. Über die Jahre trug Leopold eine bemerkenswerte Kollektion von Schiele-Bildern zusammen. Schiele ist gewissermaßen zum Hauptwerk Leopolds geworden, wenn man den Standpunkt des Kunsthistorikers Ernst Gombrich einnehmen möchte, der eins seiner Bücher persönlich "dem Künstler Leopold" widmete.

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