Under the Rainbow

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 40/01 vom 03.10.2001

MUSIK. Vincent Gallo ist das genialische Paradearschloch von Hollywood. Umso verwirrender wirkt seine neue CD: Haben böse Menschen doch gute Lieder? 

Die Mischung aus Größenwahn, Vereinzelung, sozialer Inkompetenz, radikalem Individualismus, rechter Gesinnung, dem Hang zur Verschwörungstheorie und der sicheren Annahme, von aller Welt verkannt zu werden, ist nicht selten der Stoff, aus dem Amokläufer-Biografien gemacht werden. Für Vincent Gallo - bekannt vor allem durch "Buffalo 66", seinen cineastischen Egotrip aus dem Jahr 1998 - speist sich aus diesem Background eine ganz andere Karriere: Er wurde Künstler.

  1962 in Buffalo geboren, ging Gallo als Teenager nach New York und arbeitet seitdem konsequent an jenem Stoff, aus dem Künstlermythen gemacht werden. So gründete er mit Jean-Michel Basquiat die kurzlebige, dafür um so legendärere No-Wave-Formation Gray; er spielte in Madonnas Videoclip zu "Erotica" mit, modelte für Calvin Klein, schreibt für HiFi-Fachmagazine und wird


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