STREIFENWEISE

Kultur | MICHAEL LOEBENSTEIN | aus FALTER 40/01 vom 03.10.2001

Alle zwei Jahre präsentiert das Medienzentrum in Kooperation mit dem Landesjugendreferat der Stadt Wien die 6. wiener video&filmtage. Von 4. bis 6. Oktober sind im cinemagic (vormals Opernkino) Filme und Videos von jungen Frauen und Männern, von Gymnasiasten, Lehrlingen und Einzelkämpfern sowie von Jugendorganisationen und -projekten zu sehen. Breit ist auch das Spektrum der Genres: Kurzdokus, Satiren und parodistische Arbeiten, Science-Fiction und Animationsfilme finden ihren Platz in den Programmblöcken. Die Filmemacher sind anwesend und stellen sich einer Jury sowie dem Publikum zur Diskussion. Gelegenheit also, Entdeckungen zu machen oder einfach nur zu sehen, mit welchen Themen sich junge Menschen filmisch beschäftigen: Sexualität, alltägliche Rassismen, der Wettbewerbsdruck in der Schule und am Arbeitsplatz - aber auch Rauchen, Fußball oder feindliche Außerirdische ...

  In weit kürzeren Intervallen veranstaltet der Verein Sixpack Film seine "Home Stories"-Abende, in denen Filme und Videos aus Österreich unter einem thematischen Schwerpunkt zusammengestellt werden. Am 4. Oktober lautet das Motto "Tat-Ort": Landschaft als Austragungsort individueller und gesellschaftlicher Konflikte. "Knittelfeld - Stadt ohne Geschichte" (1997) von Gerhard B. Friedl untersucht die gleichnamige Ortschaft; "Gegen den Strom - Eine Bürgerinitiative" (2001) von Martina Theininger und "limes: bioborder/ park/spektakel" (2001, gedreht vom Kollektiv WR) erschließen ländliche Landschaften in Oberösterreich bzw. dem Burgenland als Austragungsort zivilgesellschaftlicher Konflikte mit der Staats- und Verwaltungsmacht.


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