Ba-ba-ba Baam!

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 40/01 vom 03.10.2001

MUSIK. Beethovens Fünfte, die meisteingespielte Symphonie aller Zeiten, hat durch Simon Rattle und die Wiener Philharmoniker eine berauschende Interpretation gefunden. Und die Frage "Wien oder Berlin?" wird demnächst wieder die Gemüter erhitzen. 

Allein die Hörner sind ein Wahnsinn: Noch nie waren sie so kräftig und dabei so präzise. Kein Kieksen, kein Abreißen - perfekt. Oder die Pauken: kraftvoll, aber knackig, ohne zu dröhnen und zu wummern. Auf den Punkt so, wie sie sein sollen. Und erst die Streicher! Da fehlen die Worte ...

  Simon Rattle und die Wiener Philharmoniker haben Beethovens Fünfte neu eingespielt, und wer jetzt die Augen rollt und meint, dass man das alles schon kennt, weil mans ja jedesmal hört, sobald im Film ein Dirigent auftaucht, der ist selber schuld. Denn wenn Beethovens neun Symphonien generell und seine Fünfte im Speziellen die meisteingespielten Werke der Tonträgergeschichte sind, dann hat das auch seinen guten Grund.

  Begonnen hatte alles 1913,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige