AUFGEBLÄTTERT

Kultur | FRANZ GUTSCH | aus FALTER 40/01 vom 03.10.2001

Die Hundstage sind vorbei. Aber ehe Kälte und Herbst uns depressiv machen, noch ein kurzer belletristischer Vorschlag zur Gemütsaufhellung. Der Detektivroman "Hundstage. Wolfsnächte" des Deutschen Walter Wolter kommt da gerade recht. Die klassische Ausgangssituation: Bruno, Ex-Boxer und Privatdetektiv mit exotischer Erwerbsbiografie, ist am Boden. Beruflich gescheitert, privat sowieso. Ohne Geld. Ohne Auftrag. Da taucht eine mysteriöse attraktive junge Frau auf und bietet ihm einen lukrativen Fall an. So beginnt im Prinzip jeder Detektivroman. Was folgt, ist ein überaus spannend und gut geschriebener Krimi in einer Mischung aus feingeistiger Reflexion und traditionellem Kinnhaken-Jargon. Der ehemalige Mittelgewichtsboxer Walter Wolter - ein Name wie eine Rechts-Links-Kombination - schreibt einen schnörkelfreien und geraden Stil. Sehr erfrischend. Für Leute mit einer (Kampf-)Hundephobie.

  Ein anderes Tempo schlägt die unspektakuläre, aber sehr poetische Novelle "Modellfliegen"


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