Liebe, Trotz, sich treiben lassen

Extra | Maya McKechneay | aus FALTER 41/01 vom 09.10.2001

Coming of Age Vier junge Regisseurinnen und Regiedebütanten erzählen vom Ende der Kindheit: eine Passage durch Filme von Maria Speth, Jessica Hausner, Michiel van Jaarsveld und Tomoyuki Furumaya. 

Lynn ist eine Nachtarbeiterin. Für ein paar Scheine animiert sie in einer Berliner Disco die Masse zum Tanzen bis zum Morgengrauen. Wenn sie sich dann mit einer dicken Schicht Creme die Schminke wegwischt, kommt das Gesicht eines Kindes zum Vorschein. Sie zieht die Plateaustiefel aus, radelt barfuß in die frühmorgendliche Großmarkthalle, erbettelt sich eine Wassermelone und ist glücklich.

"In den Tag hinein" ist Maria Speths Spielfilmdebüt und zugleich ihre Abschlussarbeit an der Potsdamer Filmhochschule Konrad Wolf. Ursprünglich hatte sie, in Anlehnung an Cassavetes, den Titel "Gesichter" vorgesehen: Ihrer Inszenierung kommt es auf die Körper im nächtlichen Raum an, auf den Ausdruck jenseits der Dialoge (es wird ohnehin kaum etwas gesprochen) und auf die Intensität der Großaufnahmen.


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