Jack the Dripper

Extra | aus FALTER 41/01 vom 09.10.2001

Kunst Ed Harris spielt Jackson Pollock, und das hervorragend. Als sein eigener Regisseur aber hat er kaum ein Klischee ausgelassen. 

Künstler sind schlechte Ehemänner. Die eine Zeit brüten sie irgendetwas aus, die andere erschöpfen sie sich in manischen Schaffensphasen. Von Selbstzweifeln geplagt, gieren sie nach Bewunderung und Abwechslung, aber wollen doch jederzeit wieder in einen sicheren Hafen heimkehren können. Dort wartet eine Frau, die ihre vernachlässigte Existenz mit den Großtaten des Gatten auszugleichen sucht. Wer könnte einem Genie schon böse sein?

So weit das Klischee. Die nicht klischeehafte Verfilmung einer Künstlerbiografie scheint zum Schwierigsten überhaupt zu gehören, und leider zählt auch Ed Harris' erste Regiearbeit "Pollock" zur Kategorie "Mythen der Leidenschaft". Der Schauspieler, bekannt aus "The Abyss", "Apollo 13" und "The Truman Show", spielt auch gleich selbst die Rolle des 1956 verunglückten amerikanischen Malers Jackson Pollock.

Im Mittelpunkt


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