Kino in ständiger Bewegung

Extra | Jelena Stischova | aus FALTER 41/01 vom 09.10.2001

Retrospektive Während das russische Kino immer tiefer in die Krise schlittert, machen Filme aus Zentralasien seit Anfang der Neunzigerjahre auf internationalen Festivals zusehends Furore. Die große Retrospektive "Aus dem Herzen der Welt" erlaubt zum hierzulande ersten Mal einen Einblick in das vielfältige und dynamische Filmschaffen der ehemaligen Sowjetrepubliken. 

Die zentralasiatischen Filmkulturen haben sich zweifelsohne erheblich leichter vom einstigen Ideologiezentrum abgenabelt als das gegenwärtige russische Kino von sowjetischen Stereotypen. Und das übrigens nicht erst gestern, schon vor ziemlich langer Zeit.

Bereits Ende der Achtziger- und Anfang der Neunzigerjahre, als sich die Moskauer Kritiker noch für die Filme der anderen Republiken interessierten und sie als einen Teil ihrer eigenen Filmkultur betrachteten, schlugen die jungen Kasachen - zur Begeisterung vieler Filmhistoriker - in der Tradition der französischen Nouvelle Vague neue Wege ein: Moskau war seither für


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