Bilder gegen den Tod

Extra | Maya McKechneay und Michael Loebenstein | aus FALTER 41/01 vom 09.10.2001

Dokus Zwei intime Langzeitprojekte, "Life Without Death" und "Danach hätte es schön sein müssen", versuchen, dem Tod mit der Kamera beizukommen.

Life Without Death" ist ein Film von Frank Cole über Frank Cole, der von der Überwindung des Todes sprechen will, aber dauernd ums Sterben kreist. Bereits die Eröffnungssequenz geht durch und durch: Ein alter Mann siecht im Krankenbett dahin, ein junger Mann sitzt mittig vor der Kamera, schluchzt, heult. Cole hat seinen Großvater verloren; er beschließt, den Tod herauszufordern, indem er allein auf einem Kamel die Sahara durchquert und diese Reise mittels Selbstauslöser dokumentiert. Strenges Schwarz-Weiß zeigt ihn bei den Vorbereitungen: Körperliches Training, Arabischunterricht, Messerschleifen, rigorose Diät. Nüchtern sagt er: "It took me four years."

Ausgerüstet mit drei 16-Millimeter-Kameras zieht Cole los. Schrift-Inserts zeigen Datum und Ort an, ein präziser Rhythmus im Schnitt und der ungerührte Kommentar zeichnen das nach,


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