's ist leider Krieg


ARMIN THURNHER
Vorwort | aus FALTER 41/01 vom 10.10.2001

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT. Darüber kann man sich nicht freuen. Aber man kann die Notwendigkeit einsehen, sich zu wehren.

Bomben fallen auf Afghanistan. Krieg ist es keiner - im üblichen Wortsinn. Meinetwegen kann es auch Krieg genannt werden, denn Militär ist involviert, und es sterben Menschen. Wer sich darüber freut, ist krank. Andererseits braucht man weder kriegsgeil noch Kriegstreiber zu sein, um die nun von den Amerikanern und ihren Verbündeten gesetzten militärischen Gewaltakte in Afghanistan nicht abzulehnen.

  Vielleicht sollten wir uns erinnern, wie alles anfing: Am 11. September bohrten sich zwei gekidnappte Zivilflugzeuge, gesteuert von Selbstmordattentätern, in die Türme des World Trade Center in Manhattan, ein weiteres krachte ins Pentagon in Washington und eines stürzte, offenbar weil Passagieren die Entführer angriffen, in offenem Gelände nahe Pittsburgh ab. Sechstausend Menschen kamen dadurch zu Tode. Die USA waren in ihren Nervenzentren auf hinterhältige, mörderische

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