Es muss was geschehen

Politik | ANTON PELINKA / USA | aus FALTER 41/01 vom 10.10.2001

ANALYSE. George W. Bush hat die öffentliche Meinung geschlossen hinter sich. Aber wie wird man mit dem Terrorismus fertig, der - je nach Interessenlage - einmal als Kampf für Gerechtigkeit oder Freiheit oder Allah akzeptiert, dann wieder zum Größten aller Übel stilisiert wird? 

Der Aufmacher der Oktobernummer des amerikanischen Studentenmagazin universityreporter ist ein Cartoon auf. Auf der rechten Schulter George W. Bushs sitzt ein Teufelchen und flüstert ihm ins Ohr: "Get them!" Und auf der linken Schulter des Präsidenten sitzt ein Engelchen und flüstert ins andere Ohr: "Get them!"

  Das Dilemma der amerikanischen Politik nach dem 11. September ist, dass sie kein Dilemma kennt. Alle, "die Rechte und die Linke", erwarten vom Präsidenten militärische Aktionen. Die Demonstrationen derer, die in den USA Frieden von ihrer eigenen Regierung einfordern, sind von eine geradezu tragischen Ausdünnung bedroht. Das Land ist sich einig, dass etwas geschehen muss. Nur was geschehen muss,


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