Stöcke gegen Flüchtlinge

KLAUS STIMEDER / Islamabad | Politik | aus FALTER 41/01 vom 10.10.2001

ASYL II. Afghanische Flüchtlinge wurden von der österreichischen Botschaft in Pakistan weggeprügelt. 

Montag acht Uhr nimmt das Drama seinen Ausgang. Durch das Gitter am Haupteingang des Hauses Nr. 13 in der Straße Number One in Islamabad wird ein Paket Zetteln gereicht, die die Menge dem pakistanischen Sicherheitspersonal aus den Händen reißt. "Die Polizei konnte für die Sicherheit der Botschaft nicht mehr garantieren", wird der österreichische Botschafter in Islamabad, Walter Howadt, später sagen.

  Etwa dreihundert afghanische Flüchtlinge haben sich vor der Botschaft eingefunden, um ihre Asylanträge einzureichen.

  Der Grund: In Österreich hatten Politiker versichert, dass jeder einzelne Antrag ernst genommen wird. Auch das Gesetz sieht vor, dass Flüchtlinge in österreichischen Botschaften einen Antrag auf Asyl stellen können. Theoretisch sollte dadurch die Schlepperkriminalität eingedämmt werden. Auch Kanzler Wolfgang Schüssel verkündete, dass Österreich "jeden

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