Der Strand von Tel Aviv

Politik | ERNST STROUHAL | aus FALTER 41/01 vom 10.10.2001

ISRAEL. Ein Jahr nach Beginn der Al-Aksa-Intifada weist die Statistik 850 Tote, davon über 700 Palästinenser, auf. Die Präsenz des Terrors führt aber auch zu einer Militarisierung aller Lebensbereiche.  

Den südlichsten Teil des Strandes von Tel Aviv, ein Eck fast schon in Jaffa, haben sich in den letzten Jahren die jungen Leute aus Neve Tsedek und Florentin erobert. Der Strand ist nicht besonders sauber. Pappbecher, Kerzenreste und vor allem leere Bierflaschen erzählen die Geschichte der letzten Nacht. Die Plastiksessel im Strandcafé sind schäbig, aber man sitzt dafür fast im Wasser und kann im Gegenlicht die Fischer an der Mole und die Surfer beobachten.

  Der Pick-up, ein schmutzig-weißer Toyota, hat sich dem Strand auf einem unbefestigten Weg vom Süden her genähert. Der Weg führt an Bretterverschlägen entlang und fällt hier so steil ab, dass es kaum zu glauben ist, dass man hier überhaupt fahren kann. Am Steuer sitzt ein junger Mann, neben ihm eine Schönheit mit Kopftuch.


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