Über Gebühr strapaziert

Politik | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 41/01 vom 10.10.2001

UNI. Ausländer, chronisch Kranke und junge Mütter treffen die Studiengebühren am härtesten. Am 11. Oktober bäumt sich die ÖH mit einer Demo noch einmal dagegen auf.  

Der Finger fährt die Länderliste auf dem blauen Zettel hinauf. Er zittert ganz leicht. Uff. Mazedonien ist drauf. Weiter suchen. Kuba, Kroatien - Korea! Nordkorea. "Was ist mit Südkorea?", fragt der Student leise. "Nein, Südkorea ist leider nicht dabei", antwortet die Beraterin vom österreichischen Austauschdienst auf dem Uni-Campus im alten AKH: "Nur Studenten aus ärmeren Staaten bekommen die Studiengebühren ersetzt."

  Vlado T. braucht also 10.000 Schilling (E 726,72). Und zwar schleunigst.

  Seit diesem Semester zahlen Studenten 5000 Schilling (E 363,36) für ihre Ausbildung. Ausländer, die nicht aus der Europäischen Union oder dem Europäischen Wirtschaftsraum kommen, blechen das Doppelte. Studierende aus Entwicklungs- und Schwellenländern oder aus Osteuropa - auf der blauen Liste des Bildungsministeriums


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