Vorschrift ist Vorschrift

JULIA ORTNER | Politik | aus FALTER 41/01 vom 10.10.2001

DISKRIMINIERUNG. Der Fall des Sikh, der wegen seines Turbans nicht Busfahrer bei den Wiener Linien werden darf, sorgt für Aufregung: Die Grünen fordern eine Änderung der Dienstkleidungsvorschriften - sogar eine Klage wird erwogen. 

Kulwant Nara lebt gerne in Wien. Er hat hier nur ein großes Problem: seinen Turban. Den trägt der Sikh, weil es sein Glaube verlangt. Und dieser Turban ist auch schuld daran, dass Herr Nara nicht Busfahrer bei den Wiener Linien werden darf, obwohl er schon Busse durch London chauffiert hat: Naras Bewerbungsunterlagen wurden bei den Wiener Linien nicht einmal angenommen, weil sich sein Turban nicht mit der strengen Dienstkleidungsordnung verträgt: Zur Uniform gehört eben das Amtskapperl. Wegen der "Erkennbarkeit" (Falter 32/01).

  Kulwant Nara ist kein Einzelfall - auch wenn er der erste Turbanträger ist, der sich bei den Wiener Linien beworben hat. Jobs mit Dienstuniform bleiben Menschen, die eine religiöse Kopfbedeckung tragen, hierzulande noch immer

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