RADIO AFGHANISTAN: Die Propagandaschlacht

Medien | aus FALTER 41/01 vom 10.10.2001

Als die Taliban vor fünf Jahren die Macht in Afghanistan übernahmen, wurden die wenigen noch vorhandenen Medien im Land allesamt verboten. Nach dem Motto: Von Fernsehern, Videorecordern und Computern ist im Koran keine Rede, also muss es Teufelszeug sein und gehört zerstört. Eigentlich wollten die Obermullahs, allen voran der einäugige Chef Mullah Omar, auch das Radio aus dem öffentlichen Leben verbannen. Aber dann merkten die Taliban, dass man den Äther dazu nutzen kann, die zum größten Teil analphabetische Zivilbevölkerung mit Koransprüchen zu bombardieren. So wurde aus Radio Afghanistan im Handumdrehen Radio Sharia.

  Seit dem 11. September weiß auch Washington, dass der Kampf um Afghanistan mehr braucht als die Delta Force. Deswegen wird nun auch um Frequenzen gekämpft. Seit kurzem baut der Sender Voice of America (VOA) seine Nachrichtensendungen in den in Afghanistan am weitesten verbreiteten Sprachen, Dari, Persisch und Paschtun, massiv aus. Damit erlebt das altgediente


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