KONSUMENTENSCHUTZ: Vom Auf- und Abrunden

Kultur | aus FALTER 41/01 vom 10.10.2001

Beim Greißler am Eck ist die Welt noch in Ordnung. Da kann sich die alte Dame noch immer ihre Semmerln und Paradeiser kaufen, ohne mit der harten Welt da draußen konfrontiert zu werden: der Welt der Einkaufscenter, der Textildiskonter und der Europreise. Denn Kleinunternehmer mit weniger als neun Beschäftigten sind vom strengen heimischen Eurowährungsangabengesetz (EWAG) ausgenommen, sie müssen nur eine Umrechnungstabelle im Verkaufsraum aushängen. Wäre es nach dem Willen der Arbeiterkammer (AK) gegangen, wären allerdings auch Greißler per 1. Oktober zur doppelten Preisauszeichnung in Euro und Schilling verpflichtet worden. "Es geht schließlich darum, dass die Menschen sich an die neuen Preise gewöhnen können, besonders ältere, die eben gerade beim Greißler am Eck einkaufen", erklärt Harald Glatz, Konsumentenpolitik-Leiter der AK Wien.

  Auch wenn die Kleinstunternehmen noch eine Gnadenfrist bis zur endgültigen Umstellung auf den Euro am 28. Februar 2002 haben - bis dahin


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