König der Mäuse

PETER IWANIEWICZ | Extra | aus FALTER 41/01 vom 10.10.2001

WALT DISNEY. Rechtzeitig vor dessen hundertstem Geburtstag am 5. Dezember nähern sich der Romancier Peter Stefan Jungk und der "FAZ"-Redakteur Andreas Platthaus dem Phänomen Disney. 

Über der Wahrhol'schen Kategorie des "Superstars" befindet sich nur mehr eine dünne Zone stratosphärischen Ruhmes, die jenen Menschen vorbehalten ist, welche jenseits vergänglicher Moden und Trends zu dauerhafter Berühmtheit aufgestiegen sind. Zu diesen Menschen gehört zweifelsohne Walt Disney, dessen Name sowohl eine Person meint, als auch eine Marke darstellt, die für ein ganzes Medienimperium steht. Jedem Kind ist der Namenszug vertraut, mit dem Comics, Zeichentrickfilme, Stoffpuppen und unzählige andere Merchandisingprodukte versehen sind. Und wie es einem Logo entspricht, hat diese idealisierte Schriftikone nichts mit Disneys realer, eher krakeliger Unterschrift gemeinsam, sondern wurde von einem seiner Mitarbeiter entworfen.

  Disney war aber nicht nur eine charismatische Persönlichkeit,

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