The Wrong Man

Extra | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 41/01 vom 10.10.2001

"TRUE CRIME". Thomas Hettche arbeitet in dem Roman "Der Fall Arbogast" mit dem Justizskandal um einen vermeintlichen Lustmöder ein Stück deutscher Nachkriegsgeschichte literarisch auf.  

Nach einer wahren Begebenheit: Zwischen 1953 und 1969 saß der vermeintliche Lustmörder Hans Arbogast für ein Verbrechen, das keines war, im Gefängnis. Bis sich ein Anwalt und ein Journalist seines Falles annahmen, die Wiederaufnahme des Verfahrens und schließlich einen Freispruch für Arbogast erwirkten. Dieser an sich noch nicht besonders aufregenden Geschichte hat sich nun der deutsche Autor Thomas Hettche (Jahrgang 1964) - bekannt geworden durch Romane wie "Ludwig stirbt" und "Nox", durch die Betreuung der Internetanthologie "Null" und seine mittlerweile aufgegebene Tätigkeit als Jurymitglied beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb - mit seinem Roman "Der Fall Arbogast" angenommen.

  Der DuMont-Verlag verkauft das Buch als "Kriminalroman", "Justizroman" wäre angesichts der Thematik treffender gewesen,


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