Geschichtsunterricht

Extra | MARTIN DROSCHKE | aus FALTER 41/01 vom 10.10.2001

10. TODESTAG. Der Wagenbach Verlag gedenkt Natalia Ginzburgs mit Sammlungen. von Selbstzeugnissen und Essays, mit wieder aufgelegten Romanen und einem Hörbuch. 

Es gibt tote Schriftsteller, über die im Feuilleton Einigkeit herrscht: Hier gehören Leben und Werk immer wieder gefeiert, damit nichts aus dem kulturellen Gedächtnis verschwindet. Und es gibt solche, denen es schon zu Lebzeiten schwer fiel, für sich und ihre künstlerischen Belange zu werben. "Es fällt schwer, von sich selbst zu sprechen", gestand die italienische Schriftstellerin Natalia Ginzburg in einem großen Radiointerview, das im Frühjahr 1990 in mehreren Folgen über den Äther ging, "aber es ist schön." Die Gespräche mit Kritikern und Kollegen sollten das erste und einzige Mal sein, dass die Autorin ausführlich über ihre Person und ihre Bücher plauderte. Über ein Jahr später starb sie, am 8. Oktober 1991, in Rom. Zum zehnten Todestag hat der Wagenbach Verlag aus den langen Gesprächen über das Handwerk


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