Der Forscher als Affe

PETER IWANIEWICZ | Extra | aus FALTER 41/01 vom 10.10.2001

PRIMATOLOGIE. Der britische Primatenforscher Robert Sapolsky erzählt auf wunderbare Weise von seinen Erinnerungen und Erlebnissen aus zwanzig Jahren Feldforschung in einem ostafrikanischen Nationalpark.  

Der Pavianhorde schloss ich mich in meinem einundzwanzigsten Lebensjahr an. Als Heranwachsender hatte ich nie mit dem Gedanken gespielt, ein Steppenpavian zu werden; ich hatte vielmehr immer geglaubt, aus mir würde ein Berggorilla." So beginnt das Buch des Primatenforschers Robert Sapolsky und lässt schon etwas von dem Lesegenuss erahnen, den eines der besten Sachbücher des Jahres zu bieten hat.

  Mit unglaublicher Bestimmtheit, die nur manchen Menschen eigen ist, weiß Sapolsky bereits als Kind, dass seine wahre Heimat in der afrikanischen Savanne liegt. Nur über die Tierart, mit der er sich identifizieren sollte, ist er sich anfangs unsicher: "Eine Zeit lang schlugen mich die kollektivistischen Utopien meiner angegrauten kommunistischen Verwandtschaft in Bann und ich beschloss,

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