PSYCHOLOGIE: Tierische IQs

Extra | aus FALTER 41/01 vom 10.10.2001

Der Untertitel "Was Tiere wirklich denken" lässt Schlimmes befürchten: wieder ein Buch über weinende Affen, rechnende Pferde und trauernde Elefantenmütter? Weit gefehlt, denn der US-amerikanische Neuropsychologe Marc Hauser führt in "Wilde Intelligenz" kompetent und auf hohem Niveau in die vergleichende Intelligenzforschung ein. Schritt für Schritt lotet er die kognitiven Rahmenbedingungen verschiedener Lebewesen aus. Wie verhalten sich Tiere, wenn man die ihnen gezeigten Gegenstände hinter einem Schirm versteckt? Das Prinzip der so genannten Objektpermanenz, der Kontinuität von Dingen, begreifen nicht alle Arten. Hunde finden die Gegenstände ohne Probleme wieder, während Katzen dem Verschwinden ratlos gegenüber stehen.

  Können Tiere rechnen? Manche Lebewesen, wie zum Beispiel die sonst nicht besonders vifen Löwen, verfügen über erstaunliche numerische Fertigkeiten: Da Begegnungen mit anderen Rudeln für diese Raubkatzen von existenzieller Bedeutung sind, müssen die Tiere


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige