PATHOLOGIE: Todesarten

Extra | aus FALTER 41/01 vom 10.10.2001

Seit einigen Jahren berichten im Herbst viele Zeitungen über reichlich obskure Todesfälle. Schuld daran ist eine Homepage, auf der die Molekularbiologin Wendy Northcutt eine Liste mit unglücklichen Begebenheiten, die zum Tod eines Menschen geführt haben, veröffentlicht und die bizarrsten davon auszeichnet. Normalerweise würde man einer solchen Person fragwürdige psychische Qualitäten attestieren, doch die Autorin hat ihre Idee auf ein pseudowissenschaftliches Fundament gestellt, das die Unterhaltungsbedürfnisse einer zynisch-urbanen Gesellschaft bedient: Die von ihr so genannten Darwin Awards werden jedes Jahr an jene Kandidaten vergeben, "die auf die skurrilsten Arten zu Tode kommen". Charles Darwin und die von ihm aufgestellte Evolutionstheorie sollen für die Rechtfertigung des Projektes herhalten: "Die Gewinner schaffen es, sich auf derart blödsinnige Weise aus dem Genpool zu eliminieren, dass dadurch das langfristige Überleben unserer Art gesichert wird (Schließlich enthält


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