Politische Unschärferelation

WOLFGANG L. REITER | Extra | aus FALTER 41/01 vom 10.10.2001

WISSENSCHAFTSGESCHICHTE. Der Physiker Werner Heisenberg würde im November hundert Jahre alt. Nach wie vor heiß umstritten ist die Frage, inwieweit sich der nobelpreisgekrönte Forscher mit den Nazis arrangierte und welche Rolle er im deutschen Atomprojekt spielte. 

Vom Heuschnupfen schwer geplagt, flieht der 23-jährige Werner Heisenberg im Juni des Jahres 1923 in die pollenfreie Luft der Insel Helgoland. In der Abgeschiedenheit dieser Nordseeinsel gelingt dem jungen Studenten der Physik ein Monat vor Abschluss seiner Studien an der Universität München der Durchbruch zu einer grundlegend neuen Theorie der Naturgesetze im atomaren Bereich, "die das menschliche Denken weit über die Physik hinaus tiefgreifend beeinflusst hat", wie eine Gedenktafel am Ort der visionären Einsicht berichtet.

  Bis dahin hatte eine Generation der produktivsten Köpfe in der Physik ein Vierteljahrhundert lang um eine befriedigende Erklärung neuartiger physikalischer Phänomene gerungen, die mit der Entdeckung

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