Zwischen Knete und Knarre

Extra | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 41/01 vom 10.10.2001

BIOGRAFIE. Der Verleger Giangiacomo Feltrinelli gilt als eine der schillerndsten Figuren der italienischen Nachkriegsgeschichte. Sein Sohn Carlo erzählt seinen Lebensweg vom Verleger zum militanten Linken. 

Der Hund eines Bauern hatte den Leichnam unter einer Hochspannungsleitung gefunden. Erst nach zwei Tagen stand die Identität des Toten fest. Es war der Mailänder Milliardär Giangiacomo Feltrinelli. Er starb im März 1972 beim Versuch, einen Teil Mailands durch das Kappen der Stromzufuhr lahm zu legen. Die radikale Linke witterte ein Komplott - sie hatte ihren finanzkräftigsten und prominentesten Mitstreiter verloren.

  Diesem tragischen Kapitel sind bloß die letzten acht Seiten einer voluminösen Biografie gewidmet, die Sohn Carlo verfasst hat, der seinen Vater als Zehnjähriger verlor und mit dem er - auch noch nach dessen Abtauchen in den Untergrund - unbeschwerte Tage in Kärnten verbracht hat. Der Kriminalfall soll nicht die Leistungen dieser spektakulären Figur verdunkeln


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige