Siechtum der Seele

FRANZ GUTSCH | Extra | aus FALTER 41/01 vom 10.10.2001

PSYCHOLOGIE. Andrew Solomon hat eine enzyklopädische Monografie über Depression verfasst - und damit zu einem etwas besseren Umgang mit den eigenen Zuständen gefunden. 

Verfall ist keine angenehme Erfahrung." Diese lapidare Feststellung steht am Anfang einer Odyssee in die dunklen Welten der Depression, auf die uns Andrew Solomon in seinem Buch "Saturns Schatten" mitnimmt. Solomon, der unter Präsident Clinton als politischer Berater für russische Fragen gearbeitet hat, wurde in den USA vor allem durch seinen autobiografischen Roman "A Stone Boat" bekannt. Er hatte in Yale und Cambridge studiert, war dreißig Jahre alt und befand sich gerade auf einer gefeierten Lesetour, als er an einer schweren Depression erkrankte. Es folgten Zusammenbrüche und Phasen psychischer Trägheit. Erst als Solomon sich mit seiner Krankheit auf einer literarisch-wissenschaftlichen Ebene auseinander setzte, begann er eine gewisse Stabilität im Umgang mit diesem Siechtum der Seele zu gewinnen.

  Ausgehend

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige