GEFÜHLSKUNDE: Alles Emotion?

Extra | aus FALTER 41/01 vom 10.10.2001

Steven Spielbergs Spielfilm "Artificial Intelligence" hat interessante Fragen aufgeworfen. Sind Gefühle konstruierbar? Welche Wirklichkeit kommt ihnen zu, wenn sie technisch programmiert werden? Die beklemmende Irritation solcher Fragen wird vom Regisseur indes raffiniert in honigsüßer Sentimentalität aufgelöst. Richard Wollheim, Vorstand des Instituts für Philosophie der University of California in Berkeley, hat sich auch mit Gefühlen beschäftigt. Wenn sich jedoch einer der Altmeister der angewandten Philosophie mit diesem Thema auseinander setzt, ist anderes zu erwarten.

  In "Emotionen. Eine Philosophie der Gefühle" liegt für Wollheim der Kern der Emotionalität in unseren Haltungen und Einstellungen zur Welt, die in Gefühlen zum Ausdruck kommen. Gefühle sind interaktiv, und nur in der Wechselwirkung zwischen Menschen und ihrer Umwelt haben sie Sinn. Sie sensibilisieren uns für die Welt und machen sie erlebbar. Eine Blockierung dieser Interaktionen würde zum Absterben


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