Antiamerikanismus

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 42/01 vom 17.10.2001

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT. Manche hören es weniger gerne, aber Washington ist nicht die Welthauptstadt des Bösen.

Es gibt Zeiten, da kommentiere ich dies und jenes, und kein Schwein scheint es zu lesen. Seit dem 11. September ist die Welt (bis auf weiteres) zumindest in dieser Beziehung eine andere: ich bekomme Zuspruch wie nie zuvor. Zustimmung erreicht mich mündlich oder in Form persönlicher Mitteilungen; Ablehnung in Form Dutzender ausführlicher Leserbriefe (die Leserbriefseite gibt nur Auszüge wieder). Aufregung und Enttäuschung der Leserschaft entstanden, weil ich schrieb, mit den USA werde das System einer offenen, demokratischen Gesellschaft angegriffen, dieses System müsse sich wehren. "Und zwar mit Gewalt. Mit der Gefahr, weitere Gewalttaten zu provozieren. Mit der Gewissheit, durch Nichtstun die Gewalttäter zu bestätigen. Mit dem Ziel, weitere Gewalttaten zu unterbinden."

An den kritischen Zuschriften und in den Diskussionen, in die ich verwickelt werde, fällt mir erstens


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