Terror? Globalisierung!

Vorwort | HANNES SWOBODA | aus FALTER 42/01 vom 17.10.2001

INTERNATIONALE SICHERHEIT. Für den Kampf gegen den Terrorismus ist die NATO nicht die geeignete Institution. 

"Wahrscheinlich bin ich zu klein", meinte etliche Stunden nach der Entscheidung des NATO-Rates, den Artikel 5 und damit die Beistandspflicht in Kraft zu setzen, der Außenminister eines kleinen NATO-Mitgliedslandes auf die Frage, ob er Beweise für die Schuld Osama bin Ladens gesehen hätte. Grund genug, sich über die Kommunikations- und Entscheidungsstrukturen des Sicherheitsbündnisses Gedanken zu machen.

  Mir geht es hier gar nicht um die direkte oder indirekte Verantwortung von Osama bin Laden. Ich frage mich vielmehr, wie immer sich die internationale Lage in den nächsten Wochen entwickeln mag, welche Elemente ein nachhaltiges Sicherheitskonzept bräuchte, um den neuen, nicht zu unterschätzenden Risiken und Gefahren zu begegnen? Wie müsste eine Organisation beschaffen sein, die einem solchen Konzept entspräche? Kann die NATO hier als das Instrument schlechthin betrachtet


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