WAS WAR/KOMMT/FEHLT

Politik | aus FALTER 42/01 vom 17.10.2001

WAS WAR

Großzügiger Leser . Vergangene Woche demonstrierten 7000 Schüler und Studenten gegen die Studiengebühren. Aber selbst wenn es mehr gewesen wären: Die Regierung ließ sich davon natürlich nicht beeindrucken, die Beiträge werden weiter plangemäß eingehoben. Allerletzter Termin, die Gebühren (nach-) fristgerecht zu bezahlen, ist der 30. November. Wer bis dahin nicht 5000 Schilling (e 363,36) überwiesen hat, fliegt von der Uni. Besonders Ausländern, jungen Müttern und chronisch Kranken machen die Gebühren zu schaffen. Ein Leser machte nach einem Falter-Bericht über Studierende, die sich die Gebühren nicht leisten können, ein großzügiges Angebot: Er borgt den im Falter-Bericht erwähnten Studenten das Geld zinsenlos.

WAS KOMMT

Elefantenhochzeiten. Die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) und jene der Metall- und Textilarbeiter (GMT) tun es, die Pensionsversicherungsanstalten der Arbeiter (PVArb.) und der Angestellten (PVAng.) ebenfalls: Sie fusionieren. Die beiden größten Pensionsversicherungen Österreich werden in Zukunft gemeinsam 2,7 Millionen Versicherte betreuen. Die beiden größten Teilgewerkschaften vertreten insgesamt 560.000 Arbeitnehmer. Damit werden GPA-Vorsitzender Hans Sallmutter und Metaller-Boss Rudolf Nürnberger im Vergleich zu Fritz Verzetnitsch, dem Präsidenten des Gewerkschaftsbundes (ÖGB), noch mächtiger werden. Am Montag endete die ÖGB-Urabstimmung.

WAS FEHLT

Afghanische Flüchtlinge. Ein Falter-Bericht sorgt für Aufsehen: Vorvergangenen Montag vertrieb die pakistanische Polizei mit Stöcken 300 afghanische Flüchtlinge vor der österreichischen Botschaft in Islamabad. Die Flüchtlingshilfsorganisation "Asyl in Not" fordert nun die Abberufung des Botschafters in Pakistan, Walter Howadt. Er habe Flüchtlinge "prügeln lassen" und das Asylgesetz gebrochen, indem er die Botschaft schließen ließ. Das Außenministerium wies die Anschuldigungen zurück.


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