HERO DER WOCHE: M. Bartenstein

Politik | aus FALTER 42/01 vom 17.10.2001

In Sachen liberale Ladenöffnungszeiten blieb es ja leider bei hochtrabenden Ankündigungen. Hoffentlich kann sich Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein mit seinem neuesten Plan besser durchsetzen. Gemeinsam mit der Caritas präsentierte er ein Modell für eine echte Sterbehilfe: Arbeitnehmer, die sterbende Angehörige pflegen, haben das Recht, sich bis zu sechs Monate freizunehmen. Sie sind während dieser Zeit sozialversichert und bekommen nach der Sterbekarenz ihren alten Job zurück. Ganz ausgereift ist der Plan jedoch noch nicht: Karenzgeld wie bei Eltern ist keines geplant. Und was ein Angehöriger ist, soll analog zum Urlaubspflegegesetz festgelegt werden. "Was macht ein Patient, wenn sein einziger Angehöriger nur die Nichte ist?", fragte der Sozialminister besorgt. Wir fragen: Was macht eine Patientin, deren einziger Angehöriger ihr Lebensgefährte ist? Der gilt ja auch nicht als Verwandter.


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