"Auf keinen Fall Panik"

Politik | JULIA ORTNER | aus FALTER 42/01 vom 17.10.2001

INTERVIEW. Ist der Biowaffenanschlag, der halbe Städte ausrottet, ein realistisches Szenario? Oder muss sich die Welt auf neue Bedrohungsbilder einstellen? Johannes Rath, Mikrobiologe und ehemaliger UN-Biowaffeninspektor im Irak, setzt sich seit Jahren mit der Gefahr der Waffen aus dem Labor auseinander. 

Was ist ein Worst-Case-Szenario, wenn es um Biowaffen geht? Welche Viren sind die absolut gefährlichsten? Mit solchen und ähnlichen Fragen sieht sich Johannes Rath, Mikrobiologe und Biowaffenexperte an der Uni Wien, nach den Milzbrandinfektionen durch Anthrax in den USA ständig konfrontiert. Fragen, mit denen sich Rath seit Jahren beschäftigt: 1995 war er erstmals als UN-Inspektor im Irak, um gemeinsam mit anderen Biowaffenexperten zu klären, ob und über welche Waffen und Raketensysteme der Irak verfügt. 1997 rückte der österreichische Wissenschaftler zum ersten heimischen Chefinspektor der United Nations Special Commission im Irak auf, 1998 absolvierte er dort seinen bislang


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