Krieg ist nicht Krieg

Politik | ANTON PELINKA / USA | aus FALTER 42/01 vom 17.10.2001

ANALYSE ... und Sieg ist nicht Sieg. Ab wann wissen Amerikaner eigentlich, ob sie im ersten "postmodernen Krieg" gewonnen haben? 

Die Entschlossenheit in den USA ist unverändert. Der demonstrative Patriotismus schäumt über, und Präsident Bush genießt nach wie vor eine ungewöhnlich hohe Zustimmung. Kritik am militärischen Einsatz ist praktisch nicht zu hören.

  Doch es tauchen Fragen auf, die Nachdenklichkeit signalisieren. Die New York Times hat in ihrer Sonntagsausgabe die Probleme auf den Punkt gebracht: "How to Declare Victory?" Wann wissen die USA, dass sie gesiegt haben - in diesem Krieg, den man den ersten "postmodernen" nennt? In diesem Krieg wird wohl niemand kapitulieren, und es werden keine Abkommen über einen Waffenstillstand unterzeichnet. Denn die USA (und mit ihr die Partner in der Allianz des Westens) führen Krieg nicht gegen einen Staat, sondern gegen "den" Terrorismus. Und der hat bekanntlich weder Regierung noch Botschafter.

  Das waren noch Zeiten, als General


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