Ein Bauernopfer

Politik | HANS CHRISTIAN SCHEID | aus FALTER 42/01 vom 17.10.2001

BRIEFBOMBEN. Ein neues Buch stellt die Einzeltäterthese im "Fall Fuchs" massiv infrage. Im "Falter" erklärt der Autor, wieso das Innenministerium den Fall noch nicht zu den Akten legen darf. 

Das Buch "Franz Fuchs - Doch kein Einzeltäter?" war noch nicht einmal in den Buchhandlungen, wurde es schon von verschiedenen Seiten heftig kritisiert. Ein Staatsanwalt meinte zu einer Bekannten: "O je, da kommt schon wieder ein Schwachsinniger mit einer Verschwörungstheorie daher." Aus dem Innenministerium tönte es: "Fuchs war ein Einzeltäter!" Und der frühere Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Michael Sika, meinte nur: "Der Kriminalfall ist abgeschlossen. Kein Beamter wird wegen eines Buches noch einmal einen Finger rühren."

  Die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, wie groß die Bereitschaft in Österreich ist, sich noch einmal mit dem "Fall Fuchs" auseinander zu setzen. Denn die Aufklärung des schwersten politischen Verbrechens der Zweiten Republik ist voll von


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