Presseschau

Medien | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 42/01 vom 17.10.2001

Ich stelle mir das so vor: Ist Robert Sterk in der früh im Stau gestanden, reagiert er sich, endlich in der Redaktion, gleich einmal mit einem "Subjektiv" ab. Dann hackt er seine Kolumne in den Computer - über die "Angstgesellschaft", die "Spaßgesellschaft", die "Chemie des Schreckens", "Terror überall". Er ärgert sich über den "Temelin-Pflanz", natürlich über den "Wahnsinn im Straßenverkehr" oder erzählt einfach "vom bösen Wetter". Scheint im Oktober jedoch die Sonne, wird Sterk warm ums Herz: "Es sind traumhafte Herbsttage", schreibt er im Sonntags-Kurier: "Verspäteter Altweibersonner. Die nicht mehr erwartete Wärme trägt Grippebazillen mit sich herum. Aber was soll's. Wir haben uns nach einem grauenhaft kalten und feuchten September so nach ein bisschen Sonne und Wärme gesehnt." Dann folgt eine Abhandlung über den "echten Herbst", bedenkliche Urlaubsdestinationen, Stress, "Menschen, denen es viel schlechter geht" und die "beginnende, lang anhaltende Rezession". Das Herbstgedicht endet mit den Worten: "Wer jetzt wettet, dass das nächste Jahr besonders hart wird, könnte am Ende als Gewinner dastehen. Aber bis dahin ist es ja noch weit ..."


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