AUFGEBLÄTTERT

Kultur | aus FALTER 42/01 vom 17.10.2001

Der Begriff "Pop" impliziert zumeist auch eine gewisse Sexyness. In der diskursiven Auseinandersetzung mit Phänomenen der Popkultur regiert allerdings doch häufig eine bedeutungsschwere und dementsprechend unsexy wirkende Steifheit. Ein Widerspruch, mit dem auch Testcard, das in Mainz beheimatete Fachorgan für den deutschsprachigen Popdiskurs, seit mittlerweile sechs Jahren ringt. Im lockeren Halbjahresrhythmus erscheinend, bietet das Blatt tiefschürfende Aufsätze abseits des aktualitätsgebundenen und meist sehr marktschreierisch agierenden Magazinjournalismus. Mit einer Schwerpunktausgabe zum Thema "Zukunftsmusik" liegt jetzt die zehnte Ausgabe der in Buchform publizierten Zeitschrift vor. Am Stück gelesen könnten die kleineren und größeren Seminararbeiten zum Thema zwar einmal mehr unerwünschte Hirnverknotungen nach sich ziehen; als im deutschsprachigen Raum einzigartiges Nachschlagewerk seiner Art unterstreicht die Jubiläumsausgabe aber den Ruf der Testcard als intelligente

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