Mein lieber Schwan!

STEFAN ENDER | Kultur | aus FALTER 42/01 vom 17.10.2001

LITERATUR. In seinem Roman "1979" fährt Christian Kracht die deutsche Popliteratur an die Wand. 

"Ein Hauch von Genialität weht durch ihn."

Die "Bunte" über Christian Kracht

Er ist gebürtiger Schweizer, Erbe, manisch Reisender; er ist die enigmatisch schillernde Flying Lady, die blonde Eminenz, der kindliche Kaiser der literarischen Popmoderne, der "Impersonator der Late 20th Century German Décadence" (Simone Meier im Tagesanzeiger). Er ist Wirrkopf und Dandy, Poseur, Provokateur und Paria, "eine ausgekotzte kleine Seele im Weltmeer der definitiven Orientierungslosigkeit" (noch einmal Simone Meier). Christian Kracht also. Who's that boy?

  Blenden wir zurück: Es war im Frühjahr 95, da lag ein Buch in einem schönen gestreiften Umschlag, mit einem einfachen, rätselhaften Titel in den Buchhandlungen: "Faserland". Man schlug die Seiten auf und wurde von einem namenlosen Icherzähler auf eine sanfte Irrfahrt durch ein dröges Bessergestellten-Bundesrepublikanien mitgenommen. "Also,

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