Bitte ein Aspirin

SEBASTIAN FASTHUBER | Kultur | aus FALTER 42/01 vom 17.10.2001

MUSIK. "Drukqs", die neue Doppel-CD des eigenbrötlerischen Elektronik-Superstars Aphex Twin, sorgt für Kopfschütteln - und Kopfschmerzen. 

Es könnte alles so einfach sein. Zum Beispiel hätte Richard D. James alias Aphex Twin der seit fünf Jahren danach lechzenden Welt bestimmt ein wirklich tolles Album vor die Füße werfen können. Er hätte nur ein wenig auf seiner sagenumwobenen Festplatte suchen müssen; dort lagern sicher noch einige genial brachiale Hardcore-Tracks, wie sie seit seinem allerersten Erfolg "Didgeridoo" (1992) die Spezialität des in London lebenden Produzenten aus Cornwall sind. Vielleicht sogar ein Hightech-Funk-Monster Marke "Windowlicker" (1999), das nicht zuletzt durch das aufwendige Video von Chris Cunningham zu seinem größten Hit wurde. Aber nein, das wäre wohl zu einfach gewesen.

  Deshalb: "Drukqs". Die erste Reaktion auf die Musik muss - je nach Gemüt und Nervenkostüm - "Uff!" oder "Aua!" heißen. Schon die Ankündigung, es würde sich um eine

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