OHREN AUF! Space is the Place


SEBASTIAN FASTHUBER

Kultur, FALTER 42/01 vom 17.10.2001

Spätestens seit Sun Ras legendärem Album "Space Is The Place" (1973) sind ferne Planeten ein beliebter Topos im Pop-Universum. Vor allem bei schwarzen Künstlern steht der Weltraum mit seinen unendlichen Weiten dabei als positive Utopie und Gegenstück zu dem, was hier unten so alles falsch läuft.

Aber auch blasse Finnen geraten schon mal ins Träumen: "We gonna take a space travel, we wanna have some fun." Den großen Entertainer Jimi Tenor zieht es auf "Utopian Dream" (Sähkö/Ixthuluh) zu den "Moonfolks", denn dort geht es lustig zu: "In the moon you know, they go hand in hand", schmettert er in einem Helge Schneider nicht unähnlichen Heuler. "Paint The Stars" heißt ein anderer Song, doch trotz so vieler extraterrestrischer Vergnügen steht am Ende des Albums ein "Paradise Can Wait" betiteltes Stück. Schließlich hat Herr Tenor auch weiterhin die Verpflichtung, seine Gemeinde alljährlich mit einer bunten Mischung aus besserem Gartenfest-Georgel und Eigenbau-Techno zu erfreuen.

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