Sideorders: Es wurde gut

Stadtleben | aus FALTER 42/01 vom 17.10.2001

Vier Lokale sind im MuseumsQuartier bereits offen und in saftigem Betrieb, im unmittelbaren Umfeld mit einem gewissen MuQua-Bezug wären noch zwei (Depot, Epstein) zu nennen, es fehlt also nur mehr das "Aqua" in der Buchhandlung Prachner, dem Vernehmen nach von der früheren Depot-Café-Betreiberin gemacht, und das "Glacisbeisl". Trotz null Koordination und großen Befürchtungen der Mozzarellitis wurde die Gastroszene hier doch recht vielfältig und differenziert. Dass alle Lokale überleben werden, darf dennoch angezweifelt werden. Mal sehen.

Halle, 7., Museumspl. 1, Tel. 523 70 01, tägl. 10-2 Uhr.

Das erste der Lokale, Eichinger oder Knechtl richteten ein, der Schanigarten zählt mittlerweile zum fixen Programm der Wiener Eitelkeit, genauso wie das Lokal generell. Küchenmäßig muss man nicht die großen Erwartungen haben, klassische Szeneküche mit mediterranen Akzenten, ein bisserl kostspielig im Vergleich zur Qualität, nette Frühstücke. Service derzeit in der schweren Krise.

Mumok, 7., Museumspl. 1 (abends Zugang von der Rückseite des Museums), Tel. 525 00-1440, Mo 18-2, Di-So 10-2 Uhr.

Das zweite, innenarchitektonisch interessanteste und auch in Sachen Küche ambitionierteste Projekt: Es kocht ein früherer Stomach-Koch witzig-spannende Modern-Küche, das Shultz sorgt für Cocktails und Drinks. Tolles Bar-Food, schräges Stoffdesign. Service-Leistung uneinheitlich.

Café Leopold, 7., Museumspl. 1, Tel. 523 67 32, tägl. 10-2 Uhr.

Vom Design her leider eher abtörnend: Erinnert an das Casino eines Siebzigerjahre-Luxusdampfers, gestalterische Frische fehlt total. Küche in der Nähe von jener der Halle, aber wienerischer. Kreationen wie Eiernockerl im Philoteig mit Trüffelöl sollte man vielleicht noch einmal überdenken.


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