Die dünne Basis

Vorwort | Raimund Löw | aus FALTER 43/01 vom 24.10.2001

Ausland. Warum die Anti-Terror-Doktrin der USA als Grundlage einer neuen Weltordnung nicht ausreicht. 

Der Gedanke, dass es Jahrzehnte gibt, in denen einfach nichts passiert, während manchmal in Wochen Jahrzehnte passieren, hat einem russischen Revolutionär namens Wladimir Iljitsch Lenin einst durch die bitteren Jahre des Schweizer Exils geholfen. Die letzten Wochen haben die Weltpolitik derart rasant beschleunigt, dass es angebracht scheint, die unterschiedlichen Phänomene und Tendenzen auseinander zu klauben.

  Erstens: der Krieg gegen al-Qa'ida. Ziel des amerikanisch-britischen Feldzuges ist ganz unmittelbar die Zerschlagung der islamisch-fundamentalistischen Terrororganisation Osama bin Ladens und des mit bin Laden verbündeten afghanischen Taliban-Regimes. Eine militärisch-geheimdienstliche Operation, die ungeachtet der wachsenden Zahl ziviler Opfer von nahezu allen Regierungen der Erde und außerhalb der islamischen Welt auch von den größten Teilen der Öffentlichkeit als notwendig


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