HERO DER WOCHE: Herbert Haupt

Politik | aus FALTER 43/01 vom 24.10.2001

Bisher war das so: Eine Beamtin erledigt ihre Aufgaben perfekt, betreut nebenbei Sonderprojekte, bildet sich weiter, bingt die Ideen ein, motiviert die Kollegen, strudelt sich zwanzig Jahre lang ab. Dann geht ihr Vorgesetzter in Pension - und Sektionschef wird ihr Kollege, der vielleicht nur halb so viel Einsatz gezeigt hat. Aber der ist halt ein Mann. Die Frau beschwert sich bei der Gleichbehandlungskommssion. Die stellt fest, dass die Frau diskriminiert wurde. Die Frau bekommt 50.000 Schilling Schadenersatz. Und bleibt beruflich, was sie ist. Auf dem Sessel, der ihr gebührte, sitzt ja der Kollege. Das soll anders werden: Sozialminister Haupt unterstützt einen Vorschlag der Grünen: Solange die Beschwerde läuft, wird ein umstrittener Job nur provisorisch vergeben. So bleiben die Chancen der Frau auf den Posten gewahrt. Weiter so, Herr Frauenminister! Als Nächstes wären die Benachteiligungen in der Privatwirtschaft dran.


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