Die Schreibtischtäter

Politik | Florian Klenk und Nina Weissensteiner | aus FALTER 43/01 vom 24.10.2001

Asyl. Mit welchen Begründungen österreichische Bürokraten geflüchteten Afghanen das Grundrecht auf Asyl verweigern. 

Wer aus Gründen der "Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder der politischen Gesinnung" verfolgt wird, hat Recht auf Asyl. So steht es in der Verfassung.

  Doch in manchen Schreibstuben der österreichischen Asylbürokratie ticken die Uhren anders. Noch immer werden Afghanen als Flüchtlinge abgelehnt, ihre Abschiebung in den Gottesstaat wird als "zulässig" anerkannt. Der Falter hat eine kleine Werkauswahl der fleißigsten Schreibtischtäter dokumentiert. Durch eine Weisung an Bundesasylämter könnte das Innenministerium diese Missstände beheben und tatsächlich ein rascheres Asylverfahren für jene ermöglichen, die aus dem Gottesstaat nach Europa entkommen konnten.

  Die Akademikerin aus Kabul etwa hätte sich einiges erspart. Die Frau musste ihren inhaftierten Mann in Kabul zurücklassen, bezahlte Schlepper und


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