Bilder, die lügen

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 43/01 vom 24.10.2001

Medien im Krieg. Seit 17 Tagen führen die USA Krieg gegen das Taliban-Regime. Die Medien informieren täglich. Doch was erfahren wir darüber, was in Afghanistan wirklich passiert? 

"Es wird nie so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd."

Otto v. Bismarck

Grüner Bildschirm, weiße Lichter, dunkle Gestalten. Die US-Bodentruppen sind in Afghanistan gelandet. Die Nachrichten liefern die dazu passenden Bilder. Einziger Schönheitsfehler: "Die Aufnahmen sind Übungsbilder und wurden in den USA gedreht", bestätigt Georg Dox von der "ZiB 2"-Redaktion. Denn Bilder vom Krieg gibt es laut ORF keine - zumindest nicht für die Medien. Schon im Vorfeld der Operation "Enduring Freedom" kündigte das Pentagon an, keine Journalisten bei Kampfhandlungen zuzulassen. Eine Entwicklung, die nicht neu ist. Der letzte Krieg, über den Medienvertreter uneingeschränkt berichten konnten, fand in Vietnam statt. Seither wurden die Medien sukzessive vom Kriegsgeschehen fern gehalten.


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