Mediensplitter

Medien | aus FALTER 43/01 vom 24.10.2001

Briefverkehr bei Dichands. Die Geister, die er rief, wäre er wohl gerne los: Aber Hans Dichand hat sich die WAZ ins Haus geholt. Jetzt verhindert die, dass der Alte die Kronenzeitungs-Chef-Nachfolge regelt, wie er will. Er möchte seinen Sohn als Nachfolger installieren und pocht auf sein Vorschlagsrecht. Die WAZ, nicht faul, erinnert ihn an ihr "Widerspruchsrecht". Pikant: das Ganze spielt sich auf der Leserbriefseite des Magazins Format ab.

Unvereinbarkeiten. Hart ist das moderne Schauspielerleben: Eben von der Bundesregierung als Stiftungsrat ernannt, schon von den Grünen angegriffen. So geht es dem Mimen Albert Fortell, dem die Grünen Unvereinbarkeit mit seiner Rolle im Schlosshotel Orth vorwerfen. Er werde stets nur auf zeit engagiert, entgegnet Fortell. Was ist eigentlich mit den Publikumsräten Muliar und Magenta? Haben die jetzt Auftrittsverbot?

Journalismus lernen. Gibt es in Österreich Journalistenschulen? Wer bezahlt Stipendien? Wo kann man seine Karriere als Edelfeder starten? Der Medienberater Andy Kaltenbrunner, früher für den profil-Redaktionslehrgangverantwortlich, hat nun eine Internet-Datenbank lanciert, die relevante Institutionen und weiterführende Links bietet: www.publizistik.net

Weltwoche. Die Wüste wächst. Letzte Woche gab die Gruppe der Basler Zeitung, zu deren Konzern die Wochenzeitung "Weltwoche" gehört, die Entscheidung bekannt, die Wochenzeitung künftig als Magazin erscheinen zu lassen. Als Vorbilder nannte der neue Chefredakteur Roger Köppel (36) den Londoner "Economist" (der jounalistischen Qualität wegen) und das Magazin "New Yorker" (wegen des Lesevergnügens). Die einst ökonomisch erfolgreiche "Weltwoche" war infolge einbrechender Anzeigenumsätze ins Trudeln geraten; die Krise verschärfte sich in der Schweiz nach dem 11. September. Bereits ab 31. Jänner 2002 wird die "Weltwoche" im "übergroßen Magazinformat" erscheinen.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige