Die Augen weit geöffnet

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 43/01 vom 24.10.2001

Literatur. Am 27.10. wird Friederike Mayröcker mit dem Büchner-Preis ausgezeichnet. Mit dem "Falter" sprach sie über den Glückszustand des Schreibens, über das Populäre und das Hermetische, über ihre notorisch unaufgeräumte Wohnung und die Gefahr, die für Schriftsteller von Hunden ausgeht. 

Friederike Mayröcker, am 20.12.1924 in Wien geboren, ist eine der wenigen Schriftstellerinnen, die ganz selbstverständlich als "Dichterin" bezeichnet werden. Das hängt nicht nur damit zusammen, dass sie Lyrik schreibt, sondern auch damit, dass ihre vielfach mit den Mitteln der Montage arbeitenden Sprachverdichtungen einerseits als schwer zugänglich, ja hermetisch gelten, andererseits auf große Verehrung stoßen. Mayröcker hat die große Popularität ihres im vorigen Jahr verstorbenen Lebensgefährten Ernst Jandl weder genossen noch angestrebt. Im Übrigen betrachtet sie selbst ihre Literatur keineswegs als schwer zugänglich und erfreut sich gerade bei einem jungen und studentischen Publikum


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