Motten im Paradies

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 43/01 vom 24.10.2001

Kunsthandwerk. Das Museum für angewandte Kunst verfügt über eine der tollsten Teppichsammlungen der Welt. Man sieht sie leider nur schlecht. 

Persönlich würde ich mir nie einen Teppich für meine Wohnung kaufen", sagt Angela Völker, die Kustodin der Teppich-Sammlung im Museum für angewandte Kunst (MAK). Die Teppiche, mit denen sie sich wissenschaftlich beschäftigt, könnte sie allerdings gar nicht kaufen: Sie werden gar nicht mehr gehandelt, und wenn einmal einer auftaucht, ist er unbezahlbar. Vor drei Jahren kam ein Teppich aus der MAK-Sammlung im Auktionshaus Christie's unter den Hammer; das gute Stück stammte aus dem von den Nazis geraubten und von der Republik Österreich zurückerstatteten Besitz der Familie Rothschild. Ein Scheich ersteigerte ihn um 36 Millionen Schilling.

  Die wertvollen Bodenbeläge kommen aus der Hinterlassenschaft des habsburgischen Kaiserhauses. Angela Völker führt in einen dunklen Raum und entschuldigt sich: "Die Lichtanlage funktioniert leider


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