Müde Himmelsstürmer

Stadtleben | Julia Ortner | aus FALTER 43/01 vom 24.10.2001

Hochhäuser. Investoren mit dicker Brieftasche. Politiker, die vorliegende Pläne den Wünschen des Finanziers anpassen: Das neue Hochhauskonzept soll mit dieser Praxis Schluss machen. Dafür werden jetzt Regeln erstmals festgeschrieben. Und Wien bleibt die Stadt der mittelmäßigen Hochhäuser. 

Sie sind 127 und 138 Meter hoch. Hunderttausende Kubikmeter Stahl und Glas ragen in den Himmel über dem Wienerberg. Fragil, elegant, exotisch. Die Zwillingstürme des Twin-Tower sehen gut aus. Gar nicht nach tiefstem Favoriten, wo sie aus dem Boden gestampft wurden - eher nach Manhattan, nach den Hochhäusern, die man in anderen Metropolen baut.

  Das Hochhaus des italienischen Stararchitekten Massimiliano Fuksas soll der Grundstein für einen neuen Stadtteil mit mehr als 1000 Wohnungen sein. Die Wienerberg-City ist den Investoren inklusive Wohntürmen vier Milliarden Schilling wert. Wohnbaustadtrat und Bezirkspolitiker freuen sich über den Boom im Niemandsland. Ein gelungenes Projekt - wäre


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